Oskar’s Prinzip „AUFGABE“ – Gedanken von Josef Markus Derflinger

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Aufgabe

Am Ende einer langen Reise angelangt blickt man seitens der vollzogenen Leistung, investierter Kräfte, Liebe und Moral mit einem zufriedenem, vielleicht sogar selbstgefälligen Lächeln zurück auf die ungezählt hinterlassenen Spuren im Geflecht der Zeit, welche nach und nach eine bewegende Novelle dieser ausgedehnten Wanderung erzählen… Jede einzelne Verwerfung im Muster der hinterlassenen Fährte, welche durch unsere Taten das fein gewobene Gespinst ziert und sich in ihrer Kontur mal mehr oder weniger deutlich offenbart, steht insgeheim für eine bewältigte oder vielmehr abgeschlossene Lektion des Daseins.

Einer auserlesenen Ansammlung von Aufgaben, beziehungsweise Herausforderungen unseres abgeschrittenen Lebensinhalts… …vom ersten pulsieren bis hin zum gegenwärtigen Pochen eines reifenden Herzens. Die Summe all dieser Teilaufgaben hütet ein unmissverständliches Bewandtnis, den Hauptgehalt oder Tiefsinn unserer Existenz… gewissermaßen als einzigartiges Erdenkind, die uns geschenkte Zeit auf diesen Planeten in all ihrer Unverblümtheit auszukosten. Auch wenn wir zugegeben als etwas Vergängliches gelten, sollten wir uns dennoch dankbar erweisen und in vollem Umfang bewusst, jegliche sich erweisende Aufgabe hingebungsvoll mit all unserer Leidenschaft verrichten. So ergibt sich eine eigentlich simple Gleichung um an eine Sache heran zu schreiten.

Je gewichtiger uns das Ergebnis einer Aufgabe erscheint umso inbrünstiger lodert die Flamme der Hingabe. Werden wir uns fernerhin unmissverständlich klar, dass jeder noch so flüchtige Abschnitt im Verlauf unserer ausgelebten Bestimmung seine eigenen Obliegenheiten birgt, so gewinnen wir mit deren Konfrontation weiter an Erkenntnis und Persönlichkeit. Wir beschreiten luftige Höhen und erkunden lichtscheue Tiefen, wandeln zwischen absoluter Glückseligkeit sowie beängstigenden Abgründen… und ob es uns genehm ist oder auch nicht, beschränkt sich die Notwendigkeit mancher Lage alleine darin, das unwillkürliche Gleichgewicht, diese uns vakante Fähigkeit von innerer Balance zu wahren. Ist es desgleichen nicht eine beeindruckende Besonderheit wie mit jeder erfolgreichen Bewältigung einer Aufgabe zugleich die Kräfte in uns selbst gedeihen?

Wie bereits erwähnt, haften die Abschnitte und der Fortlauf unserer Lebensbeschreibung, an den sich entwickelnden Aufgaben, die wir zum einen vom Leben selbst auferlegt, zum anderen von uns eigens bestimmt in einem dynamischen Reifeprozess durchwachsen. Schon von frühesten Stunden an, im Beisein mütterlicher Nähe, ihrer zärtlichen Stimme lauschend, die sanft und melodisch ein Wiegenlied einleitet, sind wir bereits damit beschäftigt einfache Aufgabe zu vollbringen. Gegensätzlich sind die Eltern bemüht ihren Sprössling auf das weitere Leben geradlinig vorzubereiten. Die ebenso beachtliche wie auch unbezahlbare Aufgabe einen jungen Geist zu bilden, heranzuziehen und darauf zu achten dass dieser sich im Einklang mit Natur und Ethik entfalten mag, gehört zweifelsohne zu den anerkennenswertesten und wertvollsten Tätigkeiten die wir zu verwirklichen bereit sind. Und so wie es uns gegönnt ist die Entfaltung unserer Kinder beiwohnen zu dürfen, wachsen auch wir stets weiter… …unaufhörlich mit jeder sich neu einstellenden Anforderung an Geduld, Güte und Entschlossenheit. Irgendwann erlischt diese Aufgabe aus Aufgaben und wird an die nun eigenständige Generation weiter gereicht. Ein offenbares Indiz dafür, dass jede Etappe des Menschsein ihre eigenen Abfolgen von Aufgabenstellungen beherbergt.

Was, wenn nicht hoffnungslos verloren gälte schon der Mensch, ohne sich an jedweder sich anbietenden Aufgaben zu messen, sein individuelles Selbst zu erfüllen und damit von Erfahrung zu Erfahrung immer weiter in die ausharrende Zukunft zu schreiten.

Es gedeiht deshalb die Vermutung in mir, dass Oskar den Kernpunkt „Aufgabe“ nicht grundlos auserwählt hat… Seine gleichgesinnten Leser und Wegbegleiter damit zu ermutigen, zu bewegen sowie ihre Kapazitäten zu mobilisieren um sich der Sinnhaftigkeit ihrer Aufgaben bewusst zu werden. Die tatsächliche Auswirkung im Hintergrund aufzeigen zu können welche hinter all ihren Handlungen in Morpheus Armen schlummert,… … gehört wohl zu einer von Oskars besonders erfüllendsten Aufgaben.

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