Eine Frage der Perspektive – Optimismus

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Optimismus gehört zu den beliebtesten Eigenschaften. Denn eine positive Einstellung macht das Leben nicht nur angenehmer, sondern auch erfolgreicher und gesünder.

Ein Optimist ist ein Mensch, der alles halb so schlimm oder doppelt so gut findet.

Heinz Rühmann

In der Glücksforschung geht man davon aus, dass etwa zu 50 Prozent unsere Anlagen bestimmen, wie wohl wir uns fühlen. Nur zehn Prozent machen die Lebensumstände aus, und immerhin 40 Prozent liegen in unserer Hand. Also wie wir die Dinge sehen und vor allem – ob wir sie sehen. Der Vergleich mit Sprachen kann als Modell dienen: Die Fähigkeit, Sprachen zu erlernen, ist angeboren. Ob es uns leichter oder schwerer fällt, auch. Je früher wir damit beginnen, umso leichter haben wir es später, denn wir trainieren unser Gehirn.Lernen in Theorie und PraxisGenauso ist es mit dem Optimismus. Wir müssen zunächst die Kategorie Optimismus erst einmal lernen. Denn nur das, was im Gehirn angelegt wurde, kann von uns erkannt werden. Sonst erleben wir es gar nicht. So wie Sie japanisch nicht verstehen und nicht einmal erkennen, wenn Sie es nicht gelernt haben.Hier ist die erste Hürde, die es zu nehmen gilt. Hilfreich ist, sich mit optimistischen Menschen zu umgeben, optimistische Gedanken zu lesen und so die Kategorie des Optimismus zu entwickeln. Halten wir uns mehr und mehr fern von Menschen, Zeitungen, Fernsehen, wenn negative Informationen, Missmut und Zweifel verbreitet werden. Je mehr wir davon hören, umso normaler ist es für uns, und am Ende glauben wir gar, so ist die Realität. Weit gefehlt. Wir filtern genau das, was zu unseren Erwartungen und Erfahrungen passt.Anwendung ist PflichtDer nächste Schritt ist zu lernen, den Optimismus im eigenen Leben anzuwenden, immer mehr Raum dafür zu schaffen. So wie beim Lernen einer Fremdsprache immer wieder geübt, gefestigt, in verschiedenen Kontexten angewendet wird, braucht auch der Optimismus Pflege durch Anwendung. So werden im Gehirn neuronale Vernetzungen geschaffen, die es wiederum leichter machen, optimistisch zu sein. Das Gehirn verändert seine Form genau danach was wir häufig tun und denken und am meisten danach, was uns dabei noch begeistert. Da dürfte es der Optimismus sogar leichter haben als manche Fremdsprache, denn optimistisch sein fühlt sich einfach gut an.Mit vollen Batterien durchstartenDer letzte Schritt ist das Schaffen von Erfolgserlebnissen und dadurch die Festigung optimistischer Einstellungen. Es wird eine Aufwärtsspirale des Wohlbefindens geschaffen, die andere anstecken kann und Arbeit und Leben leichter und erfolgreicher macht. Denn wer sich wohl fühlt, engagiert sich von ganz allein, er hat etwas abzugeben aus vollen Batterien. Wer sich wohl fühlt und optimistisch ist, ist ohne Anstrengung zu Höchstleistungen fähig, weil gute Emotionen das Denkhirn zu Bestform führen.PraxistippsEntdecken Sie ein Optimismusmotto. Es gibt immer Augenblicke, wo etwas schief oder anders als erwartet läuft. Dafür brauchen Sie eine Aufmunterung wie „Das wird schon“ „Es geht am Ende alles gut“.Mehr zum Thema und weitere QuellenFocus.dePsychitipp

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